Email from Gregor Swierczyna, Stadtarchiv Waldkirch

Sehr geehrter Herr Trenkle,                5 May 2010

nun möchte ich auf Ihre Anfrage eingehen und zu Ihren einzelnen Fragen
Stellung beziehen.

Leider konnte ich zu Josepha, geb. Litzelmann bzw. zu ihren Söhnen Emil und Joseph keine
Informationen hier finden. Ich würde Ihnen empfehlen,  hier sogenannte Standesamtsbücher des
Amtsgerichtes Waldkirch ab dem  Jahre 1810 durchzugehen. In diesen Büchern sind Geburt-, Heirats-
und Sterbedaten von Personen aufgelistet. Ihre Vorfahren stammen  ursprünglich aus
Untersimonswald, so dass diese Bücher zur Gemeinde (Unter)Simonswald durchgesehen werden müssen.  
Da diese Bücher digitalisiert vorliegen, können Sie hier Seite für Seite durcharbeiten.  Diese
Bücher wurden vom Staatsarchiv Freiburg digitalisiert und sind unter folgendem link verfügbar:

https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=10028&klassi=&anzeigeKlassi=033

Eine zweite Quelle, die ich Ihnen empfehlen würde, sind die  Kirchenbücher. Diese liegen im
Archiv der Erzdiözese Freiburg verfilmt vor. Da Sie in den USA wohnen, ist hier die Benutzung
dieser nicht sehr einfach. Ich würde Ihnen daher empfehlen, sich mit dem Archiv in Verbindung zu
setzen, damit man Ihnen hier weiterhelfen kann bzw. eine Recherche in irgendeiner Form
ermöglicht. Dieses Archiv hat öfters   Anfragen von Personen aus dem Ausland, so dass man Ihnen
hier mit   Sicherheit weiterhelfen kann.  Die Emailadresse lautet hier:   archiv@ordinariat-
freiburg.de

Die Messerschmied-Trenkle-Stiftung wurde durch die
testamentarische   Stiftung von 10.000$ von dem am 15. März 1895
in San Franzisko verstorbenen Arzt Dr. Emil Trenkle gegründet.
Herr Emil Trenkle stammt aus Waldkirch. Sein Ziel war es, seiner
Heimatstadt Waldkirch gute Lehrer zu sichern, so dass jeweils
ein Hauptlehrer der Knaben- und Mädchenschule 400 Reichsmark und
alle anderen Lehrer jeweils 100 Reichsmark zusätzlich zu ihrem
normalen Gehalt bekommen sollten. Dieses   Geld sollte aus den
Erträgnissen des Stiftungskapitals von 10.000$ erwirtschaftet
werden. Falls hier noch etwas Geld übrigbleiben sollte, sollten
zur Weihnachtszeit arme, aber gute Schüler/Schülerinnen mit
warmen Kleidung beschenkt werden. Die Beschlüsse, welcher Lehrer
wie viel bekommt, mussten noch von der Oberschulbehörde
genehmigt werden. Die Stiftung existierte bis zum Jahre 1949. Am
13. April 1949 hat der Waldkircher Gemeinderat beschlossen, die
Stiftung aufzuheben, da das Grundkapital der Stiftung in Folge
der Währungsreform 1948 so stark   geschrumpft ist, dass die
Stiftungszwecke nicht mehr erfüllt werden können. Das noch
vorhandene Vermögen wurde dem so genannten Vereinigten
Armenfonds Waldkirch zugeführt.


Leider konnte ich keine Verbindung zu Jakob Trenkle bzw. seiner Familie   finden. Der Name
Trenkle kommt hier sehr oft vor, da aber bei uns die   Standesamtsbücher mit Informationen zu
Geburten, Trauungen und Sterbefällen erst ab 1870 vorhanden sind, ist es mir hier nicht möglich,
weitere familiäre Verknüpfungen herauszufinden. Sollten Sie aus den Standesamtsbüchern im
Staatsarchiv Freiburg oder Informationen aus dem Archiv der Erzdiözese Freiburg bekommen, können
Sie sich gerne wieder an uns wenden und wir werden nachschauen, ob wir zu Ihren Vorfahren etwas
finden können.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meinen Ausführungen etwas weiterhelfen
konnte.
Für eventuelle Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Gregor Swierczyna

swierczyna@stadt-waldkirch.de

Stadtarchiv Waldkirch
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